Mein Laufjahr 2011 (inklusive Vorschau auf 2012)
Vorab
Eigentlich bin ich ja Sportler auf Rollen. Ich erinnere mich daran, dass ich mit acht Jahren bereits in Rollschuhen unterwegs war und dann später auf Inline-Skates umgestiegen bin. Seitdem ich (wieder) in Freiburg wohne, habe ich auch immer regelmäßig die Skates ausgepackt und bin an der Dreisam entlang gefahren. Ich hatte viel Spaß an dieser schönen Strecke und den hohen Geschwindigkeiten — bis zu dem Schicksalstag 21. Oktober 2010. Auf dem Weg von Kirchzarten zurück fuhr ich mit den rechten Fuß auf einen kleinen Ast, der meine Rollen blockierte. Beim Versuch das Gleichgewicht zu halten und nicht zu stürzen, überdrehte ich mein linkes Knie und verletzte mich stark. An das Skaten war seitdem nicht mehr zu denken, da bei der kleinsten Drehbewegung große Schmerzen auftraten. Die Heilung verlief nur langsam und Ende Februar war mein Drang nach Bewegung so groß geworden, dass ich wieder aktiv wurde: dieses Mal allerdings als Läufer. (Ja, es klingt komisch, aber das Laufen ging trotz Knieverletzung.)
Frühling
Ich kramte also meine alten Laufschuhe von Asics raus und ging wieder Laufen – zum ersten Mal seit fast sieben Jahren. Mein erster Lauf in 2011 ging über 4,24 km am 27. Februar. Im März steigerte ich mich auf einen Lauf pro Wochen mit Distanzen zwischen 5 und 8 km. Nach dem Durchbrechen der „Schallmauer“ von 10 km am 13. März, lief ich nur 9 Tage darauf von zu Hause einmal durch Kirchzarten und zurück: 17,36km. Nach dem 16. schönen Lauf beschloss ich, das Laufen ernst zu nehmen und schickte meine alten Schuhe in Rente. Als Ersatz sollten wieder Asics dienen und zwar die aktuelle Generation: GT-2160.

März: 28,20 km — ⌀-Pace: 6:30
April: 56,71 km — ⌀-Pace: 6:46
Mai: 118,46 km — ⌀-Pace: 6:52
Sommer
Mit den neuen Schuhen hatte ich so viel Freude am Laufen, dass ich meinen Plan verwarf, meine Skates durch neue zu ersetzen (meine Skates hatte ich 1999 angeschaffte und nach dem mehrfachen Wechsel von Rollen und Kugellagern, wären sie sowieso fällig gewesen). Ich wollte nun vollständig zum Laufen übergehen (auch) um damit den großen Nachteil von Inline-Skating los zu sein: die extreme Abhängigkeit vom Boden und somit auch von Wetter und Wegen. Also investierte ich das Geld in ein zweites Paar Schuhe, denn inzwischen war ich regelmäßig mehrmals in der Woche unterwegs. Ich wählte bewusst ein Modell eines anderen Herstellers, um meinen Füßen mehr Abwechslung zu bieten: Nike Zoom Structure Triax+ 14.
Juni: 65,53 km — ⌀-Pace: 6:23
Juli: keine Läufe
August: 24,99 km — ⌀-Pace: 6:30
Herbst
Irgendwann kam noch ein nettes Zubehör dazu: Polar RS300X. Zwar gab es schon Geräte, die deutlich mehr können (u.a. von Garmin), aber das war nicht relevant. Ich brauchte ja nur die Zeitfunktionen und die Herzfrequenz – für alles andere ist die App „Runkeeper“ auf dem iPhone zuständig. Zudem gefiel mir die Farbe einfach außerordentlich gut.
Am 9.10. war es dann so weit: ich bestritt meinen ersten Wettkampf seit 2001: beim Stadtlauf Freiburg lief in in der Halbmarathon-Distanz mit. Ich hatte mir das Motto „Dabeisein ist alles!“ gewählt und wollte nur unter 2:30 ins Ziel kommen. Umso erfreuter war ich, als ich dann die Zwei-Stunden-Marke mit 2:01:57 nur knapp verfehlte.
September: 103,97 km — ⌀-Pace: 5:50
Oktober: 139,55 km — ⌀-Pace: 6:12
November: 88,68 km — ⌀-Pace: 5:41
Winter
Damit mir schlechtes Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen konnte, entschloss ich mich mir die richtige Winterausrüstung zuzulegen. Einen Teil davon sieht man auf dem nächsten Bild: Stirnband, Handschuhe und eine Winter-Tight.
Im Dezember war ich über Weihnachten bei meinen Eltern und nutzte ich den Gelegenheit um noch mal in der alten Heimat laufen zu gehen. Dabei konnte ich direkt die neue RadBahn Münsterland ausprobieren – es ist eine tolle Strecke!
Dezember: 133,81 km — ⌀-Pace: 5:57
Gesamt: 764,14 km — ⌀-Pace: 6:14
Impressionen aus 2011
Ausblick auf 2012
Geplante habe ich schon mal diese Läufe:
- 1. April „9. Freiburg Marathon“
- 22 April „Enschede Marathon“
- 28. Juli “24. Bad Pyrmont Marathon“
- 23. September “30. Fiducia Baden-Marathon Karlsruhe“
- 14. Oktober „45. Int. Schwarzwald-Marathon“
Außerdem möchte ich 2012 dazu nutzen mich auf meinen ersten Marathon in 2013 vorzubereiten. Dieser sollte mit einem Jahr Training wirklich machbar sein und bisher peile ich dafür natürlich den Freiburger Marathon. Zum einen, weil das ein Heimspiel werden würde und er zum anderen, weil er früh im Jahr ist und ich so auch den Winter hinweg motiviert bleibe.













